/CDU: Friedrich Merz kann sich ein Ministeramt vorstellen

CDU: Friedrich Merz kann sich ein Ministeramt vorstellen

Der bei der Wahl zum CDU-Parteivorsitz knapp unterlegene Friedrich Merz hat seine Bereitschaft bekräftigt, in die Politik zurückzukehren. “Ich habe mein Angebot noch einmal erneuert, wirklich mit ganzer Kraft in die Politik zu gehen und dafür auch meine bisherige berufliche Tätigkeit aufzugeben”, sagte Merz der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Merz bestätigte, mit der neuen CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer darüber gesprochen zu haben, wie seine Einbindung in die CDU möglich wäre. Es sei ein “sehr gutes, vertrauensvolles” Gespräch gewesen, über dessen Inhalt jedoch Vertraulichkeit vereinbart worden sei. Eine Einbindung von Merz fordern konservative und wirtschaftsliberale Parteigruppierungen.

Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, ein Amt als Bundesminister zu übernehmen, antwortete Merz: “Ein solches Amt würde ich mir aufgrund meiner Erfahrung in der Wirtschaft und Politik zutrauen.” Die Entscheidung liege aber nicht in seiner Hand, sondern sei “Sache der Kanzlerin”. Das Verhältnis zwischen Merz und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gilt als angespannt.

“Der Wettbewerb um den CDU-Vorsitz war fair”

Merz wies Berichte zurück, er sei bei seiner Rede auf dem Hamburger Parteitag am 7. Dezember 2018 benachteiligt worden. Unter anderem hatte es Gerüchte gegeben, das Mikrofon sei leiser gedreht worden, während Merz seine Bewerbungsrede für den Vorsitz hielt. Außerdem hatte es Mutmaßungen gegeben, die Scheinwerfer seien zu heiß gewesen. Er könne mit diesen Gerüchten “gar nichts anfangen”, sagte Merz der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. “Der Wettbewerb um den CDU-Vorsitz war fair.”

Der frühere Unionsfraktionschef gestand ein, dass sein Auftritt Schwächen gehabt habe. “Aus der Rückschau betrachtet, hätte ich freier sprechen sollen – es lag aber sicher auch an meiner Tagesform, dass die Inhalte nicht optimal rübergekommen sind.” Inhaltlich würde er heute nichts anderes sagen.

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