/Weltgesundheitsorganisation: Erster Fall von Ebola in Uganda bestätigt

Weltgesundheitsorganisation: Erster Fall von Ebola in Uganda bestätigt

Das Gesundheitsministerium Uganda hat mitgeteilt, dass in dem ostafrikanischen Land der erste Fall von Ebola festgestellt wurde. Das Virus sei bei einem fünfjährigen kongolesischen Patienten in der Nähe der Grenze zu Kongo diagnostiziert worden. Somit hat sich das Virus vom Kongo aus in das Nachbarland ausgebreitet.

Seit Ebola im August in Kongo ausbrach, sind fast 1.400 Todesfälle auf das Virus zurückgeführt worden. Ein Expertenkomitee der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte im April entschieden, den Ausbruch als sehr besorgniserregend, aber noch nicht als globales Gesundheitsproblem einzustufen.

Die Meldung des ersten Ebola-Patienten im Nachbarland Uganda erhöht den Druck auf die WHO, die
Entscheidung zu überdenken. Eine internationale Ausbreitung ist eines
der Kriterien für die Ausrufung einer globalen Notlage. Es soll sich bei dem derzeitigen Ausbruch um
den zweittödlichsten in der Geschichte handeln.

Der Fünfjährige
und Mitglieder seiner Familie wurden in einem Krankenhaus isoliert, wie
die Gesundheitsministerin von Uganda, Jane Aceng, mitteilte. Nachdem zwei
Angehörige Symptome entwickelt hätten, seien sie auf Ebola getestet
worden. Das Ministerium berichtete von bis zu einem
Dutzend Familienmitgliedern mit möglichen Symptomen der Krankheit. Eine
Einsatztruppe wurde vom Ministerium und der WHO entsendet, um weitere
Personen ausfindig zu machen, die betroffen sein könnten.

Hilfsorganisation ist nach erstem Ebola-Fall in Uganda alarmiert

Die
WHO hatte sich gegen Reisebeschränkungen ausgesprochen. Seit dem
Ausbruch im August 2018 gab es mehr als 2.000 bestätigte und wahrscheinliche
Fälle von Ebola im Kongo. Die Krankheit wird überwiegend über
Körperflüssigkeiten mit Erkrankten übertragen.

Die erste Ebola-Impfung ist ein Experiment, zeigt aber Wirkung. Bisher wurden 130. 000 Dosen verteilt. Uganda hat laut der Weltgesundheitsorganisation beinahe 4.700 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Gesundheitseinrichtungen geimpft.

“Das
Ausbreitung von Ebola über internationale Grenzen ist ein klares
Signal, dass die internationale Gemeinschaft neu starten und ihren
Einsatz nochmals verdoppeln muss”, teilte die Hilfsorganisation
International Rescue Committee mit. Es ist nach eigener Aussage extrem
alarmiert.

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