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Mondmission: Nasa vergibt Millionen für den Trip zum Mond

Seitdem Apollo-17-Astronaut Eugene Cernan am 14. Dezember 1972 den Mond verließ, hat kein Mensch mehr Mondboden betreten. Das soll sich ändern, finden die USA. Sie wollen 50 Jahre nach der ersten Mondlandung der Menschheit die Ersten sein, die wieder Astronautinnen und Astronauten auf den Erdtrabanten schicken – und eben nicht nur ferngesteuerte Roboter.

Spätestens 2024 soll die Reise losgehen, so der ambitionierte Plan. Zum ersten Mal soll nicht nur wieder ein Mensch zum Mond, mit einer Nasa-Astronautin soll auch erstmals eine Frau dorthin reisen. Bis dahin muss jedoch noch viel vorbereitet werden – und die US-Weltraumbehörde setzt dabei auf private Raumfahrtunternehmen, die erst mal die Vorhut für eine bemannte Mission ins All schicken sollen. Drei davon hat die Nasa nun nach eigenen Angaben mit dem Bau von unbemannten Mondlandefähren beauftragt. 

Die Firmen haben den Auftrag, für das Artemis-Programm der Nasa ferngesteuerte Lander zu entwickeln, die schon ab dem kommenden Jahr wissenschaftliche Experimente und Technik zum Mond bringen könnten. “Nächstes Jahr wird unsere erste wissenschaftliche und technische Forschung auf der Oberfläche des Mondes sein und das wird uns dabei unterstützen, die erste Frau und den nächsten Mann innerhalb der nächsten fünf Jahre auf den Mond zu schicken”, teilte Nasa-Chef Jim Bridenstine mit.

Privatfirmen sollen alles vorbereiten

Allerdings werden bei Raumfahrtmissionen dieser Größenordnung die Zeitpläne nur selten so genau eingehalten. Ob 2024 wirklich jemand aus den USA zum Mond startet, wird sich erst in einigen Jahren abzeichnen.

Die Firma Astrobotic aus Pittsburgh erhält nach eigenen Angaben rund 79,5 Millionen US-Dollar (etwa 71 Millionen Euro), um bis Juli 2021 mit einem eigenen Mondlander bis zu 14 Ladungen an Material zu einem Mondkrater auf der erdzugewandten Seite zu bringen. 

Außerdem soll das Unternehmen Intuitive Machines aus Houston Aufträge im Wert von etwa 77 Millionen Dollar bekommen, um bis zum selben Datum fünf Ladungen zu einem dunklen Fleck namens Oceanus Procellarum auf dem Mond zu befördern.

Auch das private Raumfahrtunternehmen Orbit Beyond aus dem US-Bundesstaat New Jersey wird von der Nasa für 97 Millionen US-Dollar beauftragt. Es soll bis September 2020 vier Ladungen an Nutzlast in einen Krater in der Lavaebene Mare Imbrium transportieren.

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