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Kolonialkunst: Weltkunst in Ost-Berlin

Schon die DDR erwog die Rückgabe geraubter Kunstschätze aus Afrika – und zeigte eine Ausstellung, die man sich heute wieder wünschte. Ein Archivfund

31. Mai 2019, 15:13 UhrEditiert am 31. Mai 2019, 15:13 Uhr

Kolonialkunst: Machte im Archiv eine interessante Entdeckung: die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy.

Machte im Archiv eine interessante Entdeckung: die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy.
© Alain Jocard/AFP/Getty Images

Schätze aus Alt-Nigeria – Erbe von 2000 Jahren,
unter diesem
Motto wird noch bis zum 26. Mai in den Staatlichen Museen Berlin eine in der Welt einmalige
Ausstellung altafrikanischer Kunst gezeigt. Zusammengestellt unter der Leitung des Direktors
des nigerianischen Nationalmuseums in Lagos […] verfolgt [sie] den Zweck, endlich die noch
aus der Kolonialzeit stammenden Vorurteile gegenüber der afrikanischen Kultur aus dem Wege zu
räumen.” Was sich wie Science-Fiction anhört oder als postkoloniale Pioniertat eines Museums
der Zukunft durchgehen könnte, liegt in Wahrheit bereits mehrere Jahrzehnte zurück, 34 Jahre
genau, tief begraben im kollektiven Gedächtnis der Stadt Berlin und ihrer Museen.

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