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Frankreich: 850 Millionen Euro Spendenzusagen für Notre-Dame

Einen Monat nach dem Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame haben die Spendenzusagen eine Höhe von rund 850 Millionen Euro erreicht. Die Arbeiten zur Absicherung der schwer beschädigten gotischen Kirche seien noch nicht abgeschlossen, sagte Kulturminister Franck Riester bei einem Besuch des kanadischen Premiers Justin Trudeau. Der Regierungschef kündigte an, Holz und Stahl aus Kanada bereitzustellen, falls die Materialien beim Wiederaufbau benötigt würden.

Trotz der hohen Summen sei es noch zu früh für ein Ende der Sammelaktion, sagte Riester. Zum einen gebe es oftmals einen Unterschied zwischen Spendenzusagen und den Summen, die tatsächlich eintreffen. Zum anderen sei noch gar nicht klar, wie hoch die Kosten für den Wiederaufbau und Übergangsmaßnahmen sein werden, sagte der Minister. Deshalb dürfe der Elan für das Sammeln nicht sinken.

Präsident Emmanuel Macron hatte angekündigt, die Kathedrale schnellstmöglich instandzusetzen. Zuletzt hatte die Nationalversammlung für einen Gesetzesentwurf der Regierung gestimmt, der unter anderem Ausnahmen beim Denkmal- und Umweltschutz sowie bei öffentlichen Ausschreibungen vorsieht. Macron erhofft sich dadurch, den Wiederaufbau der Notre-Dame bis zu den Olympischen Spielen 2024 abschließen zu können.

Fachleute schätzen, dass die Restaurierung zwischen 600 und 700 Millionen Euro kosten wird. Riester sagte, ein genauer Kostenüberblick fehle bisher. Der Brand hatte Mitte April das Dach der über 850 Jahre alten Kirche zerstört. 

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