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Deutsche Bahn: Wo Regionalbahnen pünktlich sind

Während bei der Deutschen Bahn derzeit nur fast jeder vierte ICE pünktlich ist, müssen die Fahrgäste der Regionalzüge deutlich weniger warten. 94,1 Prozent aller Verbindungen der DB Regio seien 2018 pünktlich gewesen, teilte der Konzern ZEIT ONLINE mit. Das waren 0,4 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.

Am besten waren die Zahlen den Angaben zufolge in Hamburg. 97,7 Prozent aller Regionalbahnen kamen in der Hansestadt demnach pünktlich, das heißt nach Definition der Bahn: weniger als sechs Minuten zu spät. Auf dem zweiten Platz landete Berlin mit 97,3 Prozent, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit 96,6 Prozent. Am schlechtesten schnitt hingegen Bremen ab. Dort waren laut der Bahn nur 86 Prozent der Regionalzüge pünktlich. Vorletzter war Schleswig-Holstein mit 89,8 Prozent – für Hamburg-Pendler sind die guten Werte der Hansestadt also nur die halbe Wahrheit.

Nahverkehr verzerrt die Werte

Berlin und Hamburg schneiden aber auch deshalb so gut ab, weil die S-Bahn
mitgezählt wird. Sie gilt zwar bereits ab vier beziehungsweise drei Minuten Verzug
als verspätet, entlastet aber durch ihre kurzen Strecken und vielen
Fahrten die Statistik. Ohne S-Bahn läge die Pünktlichkeit etwa in
Hamburg nur bei 89 Prozent, wie aus einer Antwort des
Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen (PDF, Seite 14) im Bundestag
hervorgeht.

S-Bahnen und Regionalzüge werden im Auftrag der Länder von den Verkehrsverbünden bestellt und bezuschusst. Bei Verspätungen können die Länder ihre Zahlungen kürzen. Etwa zwei Drittel des Angebots fährt der Staatskonzern Deutsche Bahn. Nach den Zahlen, die sie über ihre Tochter DB Netz selbst erhebt, war sie in den vergangenen Jahren stets geringfügig pünktlicher als die Konkurrenz. Im Fernverkehr hatte die Bahn im vergangenen Jahr erhebliche Probleme, ihre Züge pünktlich ans Ziel zu bringen. Jeder vierte ICE, Intercity oder Eurocity kam 2018 zu spät.

Die Pünktlichkeit der Regionalbahnen in der Übersicht

  • Hamburg: 97,7 Prozent
  • Berlin: 97,3 Prozent
  • Mecklenburg-Vorpommern: 96,6 Prozent
  • Thüringen: 95,9 Prozent
  • Sachsen: 95,5 Prozent
  • Brandenburg: 95,3 Prozent
  • Saarland: 95,3 Prozent
  • Sachsen-Anhalt: 94,6 Prozent
  • Bayern: 93,7 Prozent
  • Rheinland-Pfalz: 92,7 Prozent
  • Baden-Württemberg: 92,7 Prozent
  • Niedersachsen: 92,4 Prozent
  • Nordrhein-Westfalen: 91,3 Prozent
  • Hessen: 90,9 Prozent
  • Schleswig-Holstein: 89,9 Prozent
  • Bremen: 86,0 Prozent

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