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Seenotrettung: Sea-Eye bittet Malta um Hilfe

Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye hat an die Regierung in Malta appelliert, ihr Schiff  “Alan Kurdi” mit 64 Migranten an Bord anlegen zu lassen. “Unsere Vorräte sind bald verbraucht. Wir können diese Situation nicht viele Tage aufrecht erhalten und brauchen Trinkwasser und Essen”, sagte Sprecher Gorden Isler am Samstag. “Das Wetter wird deutlich schlechter. Wir brauchen jetzt einen sicheren Hafen”, twitterte die Regensburger Organisation. Auf einem Video war zu sehen, wie Menschen in Wärmefolien gehüllt auf Deck schlafen. Ein Sprecher der Regierung in der maltesischen Hauptstadt Valletta sagte lediglich, die Lage werde beobachtet.

NGO-Schiffe auf dem Mittelmeer

Malta und Italien lassen Häfen geschlossen

Die “Alan Kurdi” hatte nach
eigenen Angaben am Mittwoch 64 Flüchtlinge vor der libyschen Küste aus einem
Schlauchboot gerettet, darunter Kinder und Frauen. Seitdem wartet die Besatzung darauf, dass ein EU-Staat ihr erlaubt, in seinen
Hafen einzulaufen. Malta und Italien lassen praktisch keine Boote mit Migranten mehr anlegen, weil es keinen Verteilmechanismus für Flüchtlinge auf EU-Ebene gibt. Daher ist die Arbeit von mehrere NGO-Schiffe seit Wochen blockiert.

Deutschland hatte am Freitag zugesagt, einen Teil der 64 Flüchtlinge
aufnehmen.
Laut einem Sprecher des Bundesinnenministeriums hat die
Bundesregierung die EU-Kommission darum gebeten, die Koordinierung zu
übernehmen “und zu bewirken, dass das Rettungsschiff in einen sicheren
Hafen einlaufen kann”. Sie erwarte dabei auch von anderen
EU-Mitgliedstaaten, dass sie einen Beitrag bei der Aufnahme leisten. Italiens
Innenminister Matteo Salvini hatte die Bundesregierung schriftlich
aufgefordert, sich um das Rettungsschiff zu kümmern.
Er sieht die
Zuständigkeit bei Deutschland, weil es sich um ein deutsches Schiff
handelt.

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