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Barack Obama: Ex-Präsident lobt Klimaschutz-Proteste

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat die Schülerproteste für mehr Engagement gegen den Klimawandel gelobt. “Ihr würdet eure Großeltern nicht entscheiden lassen, welche Musik ihr hören oder welche Sachen ihr anziehen sollt. Warum sollten sie entscheiden, in welcher Welt ihr leben werdet”, sagte Obama bei einer Diskussionsveranstaltung mit jungen Menschen in Berlin. Je früher Engagement beginne, umso besser.

Obama bezeichnete den Klimawandel als eine existenzielle Herausforderung: “Der Planet, auf dem wir leben, ist in Gefahr.” Und: “Wir werden keinen Erfolg haben, wenn wir nichts tun und darauf warten, dass jemand anderes es macht.” Während Obamas Präsidentschaft war 2015 das Pariser Klimaabkommen ausgehandelt worden. Sein Nachfolger Donald Trump leitete nach wenigen Monaten im Amt den Austritt der USA aus dem Vertrag ein. 

Obama rief junge Menschen dazu auf, sich in der Welt zu engagieren und sich einzumischen. Die Jugend sei aufgefordert, die Welt zu verändern und sollte über den politischen Kurs mitentscheiden. “Ihr könnt die Welt verändern”, sagte das einstige Staatsoberhaupt. Das gelte für die Umweltpolitik und den Klimaschutz, aber auch wenn es gegen den weltweiten Populismus gehe. Die sozialen Medien ermöglichten es, sich weltweit zu verständigen. Aber diese Medien müssten auch für Desinformationen herhalten und könnten so für Konflikte sorgen.

Obama sprach auch das Problem der Migration in Europa und in den USA an und unterstrich, dass es weltweit einer vernünftigen Einwanderungspolitik bedürfe. Zudem gehe es darum, die Lebensverhältnisse in den Herkunftsländern zu verbessern. Europa gehe es gut. Es habe einen der höchsten Lebensstandards, gute Bildung und Demokratie. Aber: “Wir leben in unsicheren Zeiten.” Mächtige Kräfte wollten diesen Standard zerstören.

Seit mehreren Wochen gehen jeden Freitag Schüler und Studenten weltweit unter dem Motto “Fridays for Future” auf die Straße, um gegen ausbleibende Maßnahmen gegen den Klimawandel zu protestieren. Inspiriert sind die Klimaproteste der Schüler von der Schwedin Greta Thunberg, die im vergangenen Sommer mit einem wöchentlichen Solostreik begann.

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