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Innenministerium: Viele Straftaten gegen Geflüchtete registriert

Beleidigung, Sachbeschädigung, Körperverletzung, Mord: Im vergangenen Jahr sind fast 2.000 Straftaten gegen Flüchtlinge und Asylbewerber verübt worden.

16. März 2019, 7:54 Uhr

Innenministerium: Eine Lagerhalle in Baden-Württemberg nach einem Brandanschlag: Das Gebäude sollte zu einer Flüchtlingsunterkunft umfunktioniert werden. (Archivbild)

Eine Lagerhalle in Baden-Württemberg nach einem Brandanschlag: Das Gebäude sollte zu einer Flüchtlingsunterkunft umfunktioniert werden. (Archivbild)
© Felix Kästle/dpa

Im vergangenen Jahr haben die Behörden in Deutschland beinahe 2.000 Straftaten gegen Flüchtlinge und Unterkünfte von Asylbewerbern registriert. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Linkspartei hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach reichen die Taten von Beleidigung über Sachbeschädigung bis hin zu gefährlicher Körperverletzung und Mord.

Die meisten Übergriffe (1.775 Taten) richteten sich der Antwort zufolge gegen Geflüchtete außerhalb von Unterkünften. 173 Straftaten zielten auf  Gebäude ab. Insgesamt 315 Menschen wurden verletzt. Damit liegt die Zahl der Übergriffe unter denen der Jahre 2016 und 2017 – Nachmeldungen sind aber noch möglich. 2017 gab es laut Statistiken zur politisch motivierten Gewalt 1.903 Übergriffe auf Asylbewerber und Flüchtlinge und 312 Angriffe gegen Unterkünfte. Ein Jahr zuvor waren es 2.561 Übergriffe und 995 Angriffe. 

“Gewalttaten und Bedrohungen mit Waffen oder Sprengstoff kommen statistisch gesehen jeden Tag vor”, sagte die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Ulla Jelpke. Die Verantwortung dafür läge nicht nur bei der AfD und anderen rechten Gruppierungen, die rassistische Hetze verbreiten würden. “Schuld ist auch die Union, die keine Gelegenheit auslässt, Schutzsuchende als Kriminelle darzustellen und Migration zu dämonisieren.”

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