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Christchurch: Angriff auf Moschee in Neuseeland

Bei einem bewaffneten Angriff auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch sind nach Polizeiangaben mehrere Menschen getötet worden. Eine Person sei in Gewahrsam genommen worden. Es gebe möglicherweise noch andere Angreifer, teilten die Behörden mit. Die Polizei sei an mehreren Orten in der Stadt. Alle Schulen der Stadt wurden abgeriegelt. An die Menschen im Stadtzentrum appellierte die Polizei, nicht auf die Straßen zu gehen.

Nach Augenzeugenberichten feuerte ein Mann gegen 13.45 Uhr während des Freitagsgebets in der voll besetzten der Masjid-al-Noor-Moschee auf die Besucher. Das neuseeländische Online-Nachrichtenportal Stuff berichtete von mindestens neun Todesopfern. In dem Gotteshaus sollen sich zum Zeitpunkt der Tat Hunderte Menschen aufgehalten haben. Der Täter trug nach Augenzeugenberichten einen Helm und eine kugelsichere Weste.

Details zum Angriff auf die zweite Moschee lagen zunächst nicht vor. Die Polizei forderte die Bevölkerung auf, im Moment alle Moscheen in Neuseeland zu meiden. Zuvor hatte sie die Einwohner von Christchurch vor einem aktiven Schützen gewarnt.

Ministerpräsidentin Jacinta Ardern sprach von einem der dunkelsten Tage für das Land. Sie könne die Zahl der Toten nicht beziffern, aber die Bilder zeigten, dass dies ein ernsthafter Vorfall sei.

Christchurch liegt auf der Südinsel des Pazifikstaats. Die Stadt hat etwa 350.000 Einwohner. Die Lage dort war auch Stunden nach dem Überfall sehr unübersichtlich. Polizeisprecher Mike Bush sagte: “Es gibt eine ernste Lage, die sich immer noch entwickelt. Wir haben einen aktiven Schützen.” Premierministerin Jacinda Ardern kündigte eine Stellungnahme an.

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