/Carlo Rovelli: “Früher hätte sich niemand von der Zeit tyrannisieren lassen”

Carlo Rovelli: “Früher hätte sich niemand von der Zeit tyrannisieren lassen”

Seit Menschen denken können, zweifeln und verzweifeln sie an der Zeit. Heute führen wir den Kampf mit elektronischen Terminplanern und Uhren, unsere Vorfahren errichteten in ihrem Aufbegehren gegen die Zeit einige der eindrucksvollsten Bauwerke überhaupt. Die Pyramiden und die Kathedralen entstanden aus dem Versuch, aus dem Wunsch, die Zeit zu überwinden, die Steinkreise von Stonehenge und der Sonnentempel von Machu Picchu als Versuche, sie zu erforschen. Was aber ist Zeit? Und wie kommen wir zu dem Erlebnis, dass sie verfließt? Selbst die moderne Physik ist die Antwort bisher schuldig geblieben. Carlo Rovelli hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, das zu ändern. 1956 in Verona geboren und heute Professor an der Universität Marseille, zählt er zu den führenden Köpfen der Grundlagenphysik. In mehr als 200 wissenschaftlichen Veröffentlichungen ging er Fragen an, die Albert Einsteins Relativitätstheorie offenließ. Sein Ziel ist es, Einsteins Revolution zu vollenden.

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